Ausgelernt und eingestellt!

Unser Kollege Daniel berichtet über seine Ausbildung zum Elektroniker und seinen Berufseinstieg bei der MUGLER AG.

Hallo Daniel, wir freuen uns, dass du den Lesern etwas über deine Ausbildung berichtest! Erzähl doch mal kurz etwas von dir, deinen Interessen und wie du zu MUGLER gekommen bist.

Hallo, mein Name ist Daniel und ich bin 20 Jahre alt. Ich habe gerade meine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme in der Informations- und Kommunikationstechnik abgeschlossen. Nach der erfolgreich abgelegten Prüfung habe ich meinen Gesellenbrief erhalten.
Ursprünglich komme ich aus Erlangen, bin aber 2017 nach meinem Realschulabschluss nach Oberlungwitz gekommen. Dafür habe ich sogar einen Zuschuss zur Miete für eine Wohnung von MUGLER bekommen, um hier meine Lehre beginnen zu können. Ich habe auch schnell Anschluss gefunden.

Daniel bei der Prüfungsvorbereitung im E-Lab.

Das klingt interessant – da würden wir gern mehr über deine Ausbildungsinhalte hören.

Zuallererst werden in der Theorie die fünf Sicherheitsregeln der Elektrotechnik vermittelt, um bei Arbeiten an der Anlage für Sicherheit zu sorgen: Anlage abschalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit feststellen, Erden und Kurzschließen und benachbarte, unter Spannung stehende Teile abschranken. Sicherheit steht hier an oberster Stelle, auf diese Regeln wird man zu Beginn nahezu „eingeschworen“. Bisher habe ich auch keinerlei Unfälle erlebt. Man holt sich mal den ein oder anderen Kratzer bei Reparaturarbeiten, aber das passiert halt einfach mal mit.

Im ersten Lehrjahr geht es noch hauptsächlich um die Aneignung der Theorie. Im zweiten und dritten Jahr kommt dann schon mehr Praxis dazu, da habe ich die meisten betriebliche Erfahrungen gesammelt und bin schon mit auf Montage gefahren.
Bevor die praktische Anwendung der Theorie-Inhalte direkt auch hier im Unternehmen vermittelt wurde, fand dieser Teil im BWC, der Bildungs-Werkstatt Chemnitz, statt. Die Ausbildung war in drei Blöcke gegliedert – Berufsschule, Betrieb und Praxis. Hier habe ich z.B. Löten, Kabel im Schrank verlegen und alles zur Metallbearbeitung gelernt. Alle zwölf Wochen wurde gewechselt.
Ab der Hälfte des zweiten Lehrjahrs war ich dann immer öfter mit Draußen. Im Bereich Services haben wir kleinere Reparaturaufträge und Inspektionen/Wartungen für unsere Auftraggeber ausgeführt. Danach durfte ich mit dem Bereich Roll-Out auf Baustellen. Dieser Bereich ist für den Aufbau der Mobilfunkanlagen zuständigen. Hier haben wir große Baumaßnahmen wie Montage und Demontage von Antennentechnik vorgenommen. Ich konnte die Kabel für den Transport vorbereiten, Kabelschellen und Kabelerdung anbringen.

Eine sehr schöne Aufgabe war es, Programme mit SPS zu schreiben. SPS sind speicherprogrammierbare Steuerungen, die zur Bedienung von Anlagen eingesetzt werden. Hier haben wir z.B. eine Flughindernisbefeuerung (ein Lichtsignal zur Navigation in der Luftfahrt) nachgebaut. Die eingebauten LEDs leuchten erst dann, wenn es dunkel wird – hell oder dunkel. Die Lichtsensoren reagieren auch bei längerer Bewölkung, das Signal löst dann nach fünf bis zehn Minuten aus.

Wie hast du dich auf die Prüfungen vorbereitet?

Ende 2019 wurde unsere eigene Ausbildungswerkstatt „E-Lab“ eröffnet. Das hat einen großen Mehrwert für die Ausbildung geliefert. Gerade für die Elektroniker: wir konnten hier unsere Fähigkeiten beim Löten deutlich verbessern und bspw. mehrere Platten miteinander verbinden. Hier bestehen viele Möglichkeiten, sich tiefgreifend und intensiv mit der Bearbeitung von verschiedenen Ausbildungsinhalten auseinanderzusetzen. Unser Ausbildungsleiter hat sich viel Zeit für uns genommen. Die Vorbereitung für die praktische Abschlussprüfung konnte dann ebenfalls im E-Lab stattfinden. Hier ging es darum, eine Leiterplatte zu bestücken: Messungen vorher und nachher, Datenerfassung, eine Schaltung ergänzen, wieder Messwerte erfassen.

Um den Stromlaufplan analysieren zu können, muss man verstehen, welche Baugruppe was genau macht. Gemeinsam mit dem Ausbildungsleiter habe ich verschiedene Beispiel-Schaltungen gelötet.
Ansonsten muss man sich natürlich auch zuhause darauf vorbereiten, beispielsweise mit älteren Prüfungsunterlagen aus den Vorjahren. Der theoretische Teil der Prüfung erfolgte bereits im Dezember 2020.

Mitte Februar dieses Jahres war es dann so weit – sechs Stunden Zeit, um das Erlernte der letzten Jahre anzuwenden und vorzuzeigen. Unser Ausbildungsleiter, Lehrer von der Berufsschule und Ausbilder aus anderen Einrichtungen waren im Prüfungskomitee. Mit Erfolg: am 27.02. habe ich erfahren, dass ich bestanden habe.

Unser Ausbildungsbeauftragter Marcus mit Daniel und seinem Abschlusszeugnis

Das freut uns zu hören, herzlichen Glückwunsch zur abgeschlossenen Ausbildung! Schön, dass du hier angekommen bist. Bleibst du uns jetzt erhalten oder zieht es dich in deine alte Heimat zurück?

Nein, ich bleibe vorerst hier😊. Noch vor meinem Ausbildungsabschluss habe ich das Angebot bekommen, im Bereich Services zu beginnen. Seit dem 01. März bin ich ganz offiziell als Servicetechniker für MUGLER im Einsatz. Wir sind größtenteils in 2-er Teams auf Montage unterwegs. Aber auch regionale Einsätze kommen vor, so dass wir auch unter der Woche ab und an nach Hause kommen.

Wie sehen denn deine jetzigen Aufgaben im Berufsalltag aus?

Wir führen Projekte in der Kommunikationstechnik aus. Generell werden die durch uns betreuten Mobilfunkanlagen angefahren, auf- und abgebaut, gewartet und repariert. Wir prüfen die Anlagen, die Elektronik, ob alle FI-Schutzschalter auslösen und ob mit Blitzschutz und Erdung alles in Ordnung ist. Ich knüpfe also nahtlos an meine Ausbildung an und kann direkt in meinem erlernten Beruf arbeiten.

Danke Daniel, dass du dir Zeit genommen hast, von deinem bisherigen beruflichen Werdegang bei MUGLER zu berichten!

Interview von Katrin Seemann (Marketing)

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