Was macht die WaveSurfer AG eigentlich im Lock-Down?

Die Mitglieder der „Wave Surfer“ des Europäischen Gymnasiums Waldenburg können sich wie so viele andere Schul-AGs derzeit nicht in gewohnter Weise treffen. Aber die Jungs um Ausbilder Conrad Koczielski, der die AG leitet, sind erfinderisch. Conrad berichtet:

Unsere wöchentliche Arbeitsgemeinschaft können wir aktuell nicht stattfinden lassen. Aber wir sind schließlich eine Gruppe, die von einem Telekommunikationsunternehmen gefördert wird. „Telco Networks“ verpflichtet natürlich. Von der viel besprochenen „Lock-Down-Langeweile“ also keine Spur. Wir sind trotzdem weiterhin aktiv.

Anfang vergangenen Jahres hat uns einer der MUGLER-Kollegen Bernd einen seiner geliebten 3D-Drucker zur Verfügung gestellt (Danke, Bernd!).

Der von unserem Kollegen Bernd bereitgestellte 3D-Drucker.

Nach kurzer Zeit waren die im Internet downloadbaren Vorlagen für uns uninteressant geworden. Wir wollten richtig konstruieren. Ein weiterer Unterstützer der WaveSurfer AG, die WIR electronic GmbH, stattete uns großzügig mit Lizenzen eines professionellen 3D-Konstruktionsprogrammes aus – Solid Works. Seither drucken wir bestimmte Teile unserer Antennen selbst oder produzieren Hilfsbauteile und Gehäuse.

Ein Screenshot des Programms Solid Works.
Hier werden gerade ein Abstandshalter und ein Antennenhalter für eine J-Pole-Antenne konstruiert.

Etwa zur gleichen Zeit haben wir uns auch verstärkt mit Geräten beschäftigt die Messdaten ins Internet senden. Auf diesem Gebiet haben wir uns besonders auf den Lora-WAN Standard konzentriert. Da dessen Netzabdeckung noch recht bescheiden ist, haben wir begonnen eigene Gateways in Betrieb zu nehmen. Mittlerweile gibt es fünf Stationen dieser Art um Waldenburg, Chemnitz und im Erzgebirge.

Ein Gateway kurz vor der Installation.

Jedermann kann kostenlos Daten an diese Stationen senden. Diese werden dann ins Internet weitergeleitet. Von einem öffentlich zugänglichen Server können diese Daten dann wieder abgerufen werden. Üblicherweise werden diese aber an ein Aufbereitungssystem weitergeleitet, um die Daten als Diagramm optisch ansprechend darzustellen.
Hier leistet wieder die MUGLER AG ihren Beitrag. Im Bereich Softwareentwicklung wurden unsere Aktivitäten aufmerksam verfolgt und die Kollegen der Abteilung haben ein kleines System entwickelt, welches genau diese Darstellung der Messdaten übernimmt. Für die Profis dieser Abteilung nur eine Fingerübung, zeigt sie dennoch wie die Arbeitsgemeinschaft im Kontakt mit den Fachleuten Entwicklungen im kleinen Rahmen leisten kann und Impulse setzt.

Der Lock-Down schafft für uns Freiheiten, die wir in Ideen umsetzen. Und da wir nicht nur Löten und Programmieren können, hat unser AG-Mitglied Max das alles in einem ordentlichen Präsentationsvideo zusammengefasst.

Hier könnt ihr im Zeitraffer den Designprozess einer LoraWAN Temperaturüberwachung verfolgen:

Beitrag von Conrad Koczielski / Ausbilder und Katrin Seemann / Marketing

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