Bei der WaveSurfer AG ist Abgucken ausdrücklich erlaubt! Conrad, der Leiter vom Jugendtechnikklub, stellt sich vor

Hallo, ich heiße Conrad Koczielski, bin 35 Jahre alt und seit August 2018 bei der MUGLER AG als Labormitarbeiter im Bereich Local Networks und Leiter der Arbeitsgemeinschaft (AG) „WaveSurfer“ am Europäischen Gymnasium Waldenburg tätig.

Ich bin durch den Kontakt meiner ehemaligen Lehrer vom Europäischen Gymnasium auf die MUGLER AG aufmerksam geworden. Damals suchte die Schule für eine Elektronik-AG einen Mitarbeiter, der die Arbeitsgemeinschaft leitet. So bin ich dann zu MUGLER gekommen und habe diese Aufgabe gern übernommen.

Ganz allgemein beschäftigen wir uns in der AG mit der Programmierung von Mikrocontrollern, der Speicherung und Übertragung von Daten, mit kleineren mechanischen Konstruktionen und dem Aufbau von elektronischen Schaltungen. Hauptsächlich wollen wir mit der WaveSurfer AG junge Menschen fördern, die sich selbstmotiviert mit Elektrotechnik und Informationstechnik im weiteren Sinne beschäftigen. Es ist natürlich kein Geheimnis, dass wir die entdeckten Talente, perspektivisch gern als zukünftige Mitarbeiter gewinnen möchten.

Ich arbeite mit zwölf wunderbaren Jungs aus den Klassenstufen 8 bis 10 zusammen, welche ganz individuelle Interessenslagen und Fähigkeiten besitzen. Sie eint das Interesse an Technik, Elektronik und Informationstechnik. Ich selbst sehe mich eigentlich nur als Unterstützer, um Projekte der Schüler zu lenken und als Organisator des Rahmens. Ich gebe Hilfestellungen, wenn etwas nicht so funktioniert, wie erwartet und ich zeige ihnen Arbeitsweisen, wie z. B. den Umgang mit bestimmten Computerprogrammen, um technische Entwicklungsprozesse zu beschleunigen oder professioneller zu gestalten.

Aktuell gibt es folgende Projekte:

Wir haben zwei Teilnehmer, die in unserem Laborraum eine WLAN-Versorgung mit Accountcontroller und Netzwerküberwachung installiert haben. Ein anderer Schüler arbeitet gerade an einer zentralen Speicherlösung für unsere anfallenden Daten. Diese wird, ähnlich den Serverdiensten in unserer Firma, auch von außerhalb zugänglich sein. Wieder ein anderer Schüler programmiert auf einem WLAN-fähigen Mikrocontroller eine Steuerung für eine Leuchtdiodenmatrix. Auf dieser Matrix können 100 verschieden farbige LED´s Muster, Schrift und Figuren darstellen. Die Anzeige kann über das Netzwerk gesteuert werden.

In dieser Stunde erklärte ich den Schülern die Grundregeln der Programmierung in der Programmiersprache „C“. Dabei konnten die Schüler das Gelernte gleich mit einem Mikrocontroller ausprobieren.

Mir gefällt an der Arbeit der „Aha“-Effekt, wenn mir ein Schüler eine Lösung präsentiert, auf die ich selbst nicht gekommen wäre. Auch der Eifer der Jungs, wie sie an die Projekte gehen, ist beeindruckend. Ich war ja auch Schüler an diesem Gymnasium und sehe mich da manchmal selbst. Ich finde es schön, wie angenehm die Teilnehmer miteinander umgehen. Ich denke, das ist die zweite Ebene von Bildung, nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch zeigen, wie man in Teamstrukturen das Wissen der Einzelnen zu einem großen Ganzen verbindet. Es gibt ja kaum noch Tätigkeiten im Berufsleben, die eine Person ganz allein bewältigen kann. Entsprechend sollen die Schüler lernen zusammenzuarbeiten. Bei mir ist daher „abgucken“ beim Nachbarn ausdrücklich erwünscht!

Aus meiner früheren psychologischen Tätigkeit weiß ich, wie schwer es ist, bei Bewerbungsgesprächen heraus zu finden, ob ein zukünftiger Mitarbeiter in das Team passt. Mit der Arbeitsgemeinschaft haben die Schüler und die MUGLER AG die einmalige Chance sich gegenseitig längerfristig kennenzulernen. Wir sehen auch, dass sich das Engagement auszahlt. Bereits vier der Schüler absolvierten bei uns  ein Praktikum.

Ich habe damit mein Hobby zum Beruf gemacht. Das ist schon immer mein Wunsch gewesen. Als ich nach der Schule eine Weile als Industriekletterer gearbeitet habe, war das der nächste logische Schritt nach dem Bergsteigen. Danach absolvierte ich eine Berufsausbildung als Mechatroniker. Und auch in meinem Psychologiestudium und der daran angeschlossenen Forschungstätigkeit konnte ich immer meine technischen Fähigkeiten einbringen und erweitern. Letztlich verbringt man ja einen großen Teil seines Lebens auf Arbeit und da betrachte ich es als ein großes Glück, dass ich genau das machen kann, was mir am meisten liegt.

Natürlich sitze ich nicht nur mit den Jungs drinnen. Genauso wichtig ist es, auch Theorie an einem Beispiel zu erklären. So lernen die Schüler bei mir u. a. wie sich die Flügelumströmung beim Flugzeug verhält. Hier zeige ich, wie man durch Veränderungen des Schwerpunkts das Gleiten eines Modellseglers beeinflussen kann.

Bei der MUGLER AG schätze ich besonders die Kollegialität in unserer Abteilung. Als mein Sohn im April geboren wurde, haben die Kollegen und alle Vorgesetzten mir und meiner Familie Glückwünsche übermittelt. Ich bin ja noch nicht so lange im Unternehmen und hatte das nicht erwartet. Es ist keine Selbstverständlichkeit so schnell und freundlich in eine Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Das hat mich und meine Lebensgefährtin sehr berührt und verbindet natürlich.

Mein Ziel, die AG noch für die an das Europäische Gymnasium angeschlossene Mittelschule zu öffnen, konnten wir in diesem Schuljahr erfolgreich umsetzen. Hier liegt ein hohes Potential vor allem in Bezug auf angehende Azubis. Längerfristig möchte ich auch weitere Firmen finden, die unsere Arbeitsgemeinschaft durch Sachspenden, Betriebsbesichtigungen oder Messeeinladungen unterstützen möchten.

Conrad Koczielski (Local Networks)

 

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